Bereits auf Plänen der Stadt Schwerin aus dem Jahre 1735 und 1740 ist im Bereich der Landreiterstrasse eine nahezu geschlossene Bebauung der nördlichen Strassenseite zu erkennen. Seinerzeit, ausserhalb des Stadtgebietes gelegen, handelte es sich warscheinlich um die Ansiedlung einzelner Bauern.
Im Plan der Stadt Schwerin von C.F.v. Martius aus dem Jahre 1819 ist die Landreiterstrasse bereits vollständig in die städtische Bebauung integriert und trägt bereits ihren Namen, den sie ohne Unterbrechungen bis zum heutigen Tage behalten hat.
Ihre Bedeutung für den Verkehr tritt ganz deutlich in einem Artikel im "Wirtschaftsplan Schwerin", herausgegeben im Jahre 1939 von der Stadtbauverwaltung der Gau- und Landeshauptstadt Schwerin, hervor.
Hier heißt es :" Die Richtung von und nach Nordosten ( Güstrow R.104 ) ist deswegen besonders zu erwähnen, weil sie einen erheblichen Durchgangsverkehr nach Hamburg- Lübeck aufnimmt. Sie verbindet Westmecklenburg mit Ostmecklenburg. Beachtlich ist auch hier der Verkehr nur in südlicher Richtung ( R. 106 ). Die Verbindung der Stadtmitte mit der Richtung Güstrow ist besonders unglücklich. Aber auch der Durchgangsverkehr durch die enge Landreiterstrasse, die nur eine Breite von 4,51m Fahrdamm aufweist, ist außerordentlich erschwert und hat sonst die erörterten Nachteile."
Wenn man sich heute unsere Strasse ansieht, kann man sich garnicht vorstellen, welchen Verkehrsbelastungen sie als Reichsstrasse ausgesetzt war. Seit vielen Jahre bereits ist die Landreiterstrasse eine Einbahnstrasse aus Richtung Schweinemarkt zur Schelfstrasse und von der Bergstrasse zur Schelfstrasse.
Da die Ergründung der Geschichte unserer Strasse beiweitem noch nicht abgeschlossen ist können Sie hier auch in Zukunft weitere interessante Dinge erfahren. So gab es in unserer Strasse höchstwarscheinlich eine der ersten Kindertagesbetreuungsstätten in Mecklenburg. Genaueres demnächst hier, auf diesen Seiten.
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letzte Aktualisierung 04/2002